Was ist der Unterschied zwischen einer Kette und einer Anschlagkette?
Eine Kette ist das reine Kettenmaterial oder einzelne Komponenten. Diese finden Sie unter Anschlagketten sowie unter Zubehör.
Eine Anschlagkette ist eine komplette, geprüfte Hebekonfiguration mit Aufhängeglied und Endbeschlägen. Typische Ausführungen sind Kettenschlingen oder Zurrketten.
Welche Güteklasse benötigen Sie: 80, 100, 120 oder Edelstahl?
- Güteklasse 80: bewährter Standard, weiterhin im Einsatz.
- Güteklasse 100: höhere Tragfähigkeit bei gleichem Durchmesser.
- Güteklasse 120: maximale Kapazität bei kompakter Ausführung.
- Edelstahl: für korrosive Umgebungen. Eigene WLL-Werte beachten.
Wichtig: Jede Güteklasse besitzt eine eigene WLL. Maßgeblich sind Typenschild und Herstellerangaben.
Nicht kombinieren: Unterschiedliche Güteklassen dürfen nicht gemischt werden. Die Tragfähigkeit richtet sich immer nach dem schwächsten Bauteil.
Was bedeutet WLL bei Anschlagketten?
WLL (Working Load Limit) ist die maximal zulässige Tragfähigkeit unter definierten Bedingungen.
- Die WLL ist auf dem Typenschild angegeben.
- Sie gilt nur bei korrekter Anwendung.
- Der Neigungswinkel beeinflusst die tatsächliche Belastung.
Tragfähigkeit bei 1-, 2-, 3- oder 4-strängigen Anschlagketten
1-strängig
- 1-strängige Anschlagkette: WLL laut Typenschild verwenden.
2-strängig
- 2-strängige Anschlagkette: Neigungswinkel beachten (0-45° oder 45-60°).
3-strängig
- 3-strängige Anschlagkette: Gleichmäßige Lastverteilung prüfen.
4-strängig
- 4-strängige Anschlagkette: Symmetrisches Anschlagen sicherstellen.
Weitere Komponenten wie Wirbelhaken-Gehänge oder Verkürzungssets finden Sie ebenfalls im Sortiment.
Neigungswinkel und WLL: 0-45° ist nicht gleich 45-60°
- 0-45°: höhere zulässige Tragfähigkeit.
- 45-60°: reduzierte Tragfähigkeit.
- >60°: nicht zulässig.

Hinweis: Maßgeblich sind stets Typenschild und Herstellerangaben.
Prüfung von Anschlagketten
- Mindestens einmal jährlich
- Zusätzlich nach Überlast oder Reparatur
- Sichtprüfung vor jeder Verwendung
Dokumentation und Kennzeichnung müssen eindeutig und nachvollziehbar sein.
Ablegereife-Kriterien
- Verformte oder verdrehte Glieder
- Risse oder Kerben
- Starke Korrosion
- Verschleiß an Haken oder Verkürzungselementen
- Unleserliches Typenschild
Im Zweifel: außer Betrieb nehmen und prüfen lassen.