Gehörschutz Pflicht: ab wie viel dB gilt was am Arbeitsplatz?

Lärm ist schnell unterschätzt. Die Regeln sind aber klar: ab 80 dB(A) musst du Maßnahmen einplanen, ab 85 dB(A) ist Gehörschutz Pflicht und 87 dB(A) ist die absolute Grenze (inklusive Dämmung).

 

Wann ist Gehörschutz verpflichtend?

Die Pflicht hängt vom Lärmpegel am Arbeitsplatz ab. Es gibt drei feste Schwellenwerte (bezogen auf 8 Stunden):

  • 80 dB(A) – unterer Auslösewert
  • 85 dB(A) – oberer Auslösewert (Tragepflicht)
  • 87 dB(A) – Expositionsgrenzwert (absolute Grenze)

Wichtig: Es geht um den Tages-Lärmexpositionspegel über eine Schicht.

Kern in einem Überblick

  • Ab 80 dB(A): Gehörschutz muss verfügbar sein und es sind Schutzmaßnahmen einzuleiten
  • Ab 85 dB(A): Gehörschutz tragen ist Pflicht (Lärmbereich)
  • 87 dB(A): absolute Grenze – inklusive Dämmwirkung des getragenen Gehörschutzes

Ab wie viel dB muss ich Gehörschutz tragen?

Bei einer Exposition von 85 dB(A) oder höher ist das Tragen von Gehörschutz verpflichtend.

Typische Arbeiten: Trennen/Schleifen, Stemmen, Arbeiten an Aggregaten, laute Werkstatt- oder Hallenumgebung.

Praktische Optionen: Ohrstöpsel für flexiblen Einsatz oder Kapselgehörschutz wenn du mehr Dämmung brauchst.

Was ist der gesetzliche Grenzwert für Lärm?

Der Expositionsgrenzwert liegt bei 87 dB(A). Dieser Wert gilt inklusive der Dämmwirkung des getragenen Gehörschutzes.

  • Quelle/Bauteil zuerst: Lärm an der Ursache reduzieren
  • Technische/organisatorische Maßnahmen vor PSA
  • Expositionsdauer begrenzen (Arbeitszeit/Rotation)

Wenn der Grenzwert überschritten wird, muss der Einsatz sofort angepasst werden.

Ab wann muss der Arbeitgeber Gehörschutz bereitstellen?

Ab 80 dB(A) muss geeigneter Gehörschutz bereitgestellt werden.

  • Kostenlos zur Verfügung stellen
  • Unterweisen und informieren
  • In der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigen
  • Bei 85 dB(A) und mehr: Nutzung konsequent durchsetzen

Praktisch in Werkstatt und Lager: ein Ohrstöpsel-Spender. Dann ist Gehörschutz immer direkt greifbar.

Was passiert bei Überschreitung der Lärm-Grenzwerte?

Bei Überschreitung muss sofort gehandelt werden – besonders beim Grenzwert.

  • Arbeit anpassen oder stoppen
  • Zusätzliche Maßnahmen umsetzen
  • Ursache klären (Maschine, Verfahren, Umgebung)
  • Dokumentation und ggf. behördliche Kontrolle berücksichtigen

Gehörschäden sind meist dauerhaft. Deshalb: sauber regeln, nicht diskutieren.

Gehörschutz ist Teil deines PSA-Konzepts

Gehörschutz steht nicht alleine. Kombinier ihn sinnvoll mit weiterer persönlicher Schutzausrüstung:

Hier findest du das komplette Sortiment: persönliche Schutzausrüstung.

Gehörschutz schnell geregelt

Arbeitest du regelmäßig über 80 dB(A)? Dann regel es sauber: passende Produkte, klare Unterweisung und gute Verfügbarkeit direkt am Arbeitsplatz.

FAQ

Wann ist Gehörschutz Pflicht?
Ab 85 dB(A) ist Gehörschutz verpflichtend. Ab 80 dB(A) muss Gehörschutz bereits bereitgestellt werden.
Was ist der Auslösewert für Lärm?
Der untere Auslösewert liegt bei 80 dB(A). Ab hier müssen Schutzmaßnahmen umgesetzt und Gehörschutz angeboten werden.
Was ist der maximale Lärm-Grenzwert am Arbeitsplatz?
Der Expositionsgrenzwert liegt bei 87 dB(A) – inklusive der Dämmwirkung des getragenen Gehörschutzes. Dieser Wert darf nicht überschritten werden.
Welcher Gehörschutz ist geeignet?
Das hängt von Lärmpegel und Einsatz ab. Ohrstöpsel sind flexibel, Kapselgehörschutz bietet oft höhere Dämmung. Wenn du unsicher bist: lieber beraten lassen und passend auswählen.