Was ist Lärmschwerhörigkeit?
Lärmschwerhörigkeit ist ein Hörverlust, der durch langfristige Belastung mit zu lautem Schall entsteht. Das passiert schleichend – deshalb wird das Risiko oft unterschätzt.
- Gespräche werden schwerer verständlich
- Probleme vor allem bei hohen Tönen
- häufig zusammen mit Tinnitus (Ohrgeräusche)
Ist ein Hörschaden dauerhaft?
Ja. Geschädigte Haarzellen im Innenohr regenerieren sich nicht.
Das bedeutet:
- Hörverlust ist dauerhaft
- Hilfsmittel wie Hörgeräte können unterstützen
- vollständige Heilung ist nicht möglich
Deshalb gilt: Vorbeugen ist immer besser als reparieren.
Wie schnell entsteht ein Hörschaden?
Das hängt vom Pegel (dB) und der Dauer ab.
- ab 80 dB(A) beginnt bei längerer Exposition ein Risiko
- ab 85 dB(A) ist Gehörschutz Pflicht
- über 100 dB(A) kann Schaden schon nach wenigen Minuten entstehen
Impulslärm wie Schleifen, Hämmern oder harte Schläge kann besonders kritisch sein, weil er das Ohr kurzfristig stark belastet.
Was passiert ohne Gehörschutz am Arbeitsplatz?
- schleichender Hörverlust
- mehr Ermüdung
- schlechtere Konzentration
- höheres Unfallrisiko
Wer schlechter hört, reagiert auch schlechter auf Warnsignale, Zurufe und Geräusche aus der Umgebung. Das ist nicht nur „unangenehm“, das ist ein Sicherheitsproblem.
Kann man einen Hörschaden wieder herstellen?
Nein. Ein Hörschaden ist nicht rückgängig zu machen.
Was du aber tun kannst:
- Schäden begrenzen durch rechtzeitigen, passenden Schutz
- regelmäßige Hörtests/Screenings im Betrieb
- Gehörschutz korrekt tragen: Ohrstöpsel oder Kapselgehörschutz
Wichtig: Der Schutz muss zum gemessenen dB-Pegel passen. Sonst ist es nur „gefühlt sicher“.
Warum wird Hörschaden oft unterschätzt?
- kein direkter Schmerzreiz
- die Schädigung baut sich langsam auf
- „kurz ohne“ wirkt harmlos
- Gewöhnung an Lärm
Aber jede ungeschützte Exposition zählt. Und die Summe macht den Schaden.